Da ich selbst Modedesign studiert habe, kann ich mich gut in die Sichtweise des Designers hineinversetzen: Viel Zeit, Arbeit und Überlegungen über Form, Schnitt, Material, Elemente, Funktionalität und Anlass sind in sein Werk eingeflossen. Jedes Detail wurde sorgsam überdacht und mit wohlüberlegter Absicht verwirklicht. Dabei ist das fertige Kleidungsstück mehr als die Summe seiner Teile. So wie das Erlebnis eines Musikstücks einen weitaus emotionaleren Eindruck hinterlässt als die sachliche Aneinanderreihung seiner Töne und Akkorde.

„Bei der Modefotografie geht es um die Mode“ ist das Credo meines ehemaligen Professors für Modefotografie F.C. Gundlach. So profan dieser Satz erscheint, so häufig wird seine Essenz von Fotografen vernachlässigt. Zugunsten illustrativer Effekte bleibt meist bei nicht sachkundigen Fotografen das Kleidungsstück und die Mode im Hintergrund - dient nurmehr als Vorwand oder Accessoire  für eine Fotografie. Dabei wird der eigentliche Anlass missachtet : die Darstellung und Inszenierung des modischen Bekleidungsstücks. Hat man sich entschieden Mode zu fotografieren, dient alles andere nur als ihr Rahmen. Erscheinung, Haltung, Ausdruck, Makeup, Frisur, Accessoires des Models haben hier einzig den Zweck der Inszenierung des Kleidungsstücks.
Die Modefotografie ist eine Form der Fotografie die drei Disziplinen in sich vereinigt. Portait-, Beauty- und Produktfotografie sind hier untrennbar miteinander verflochten. Während das Model fachlich, psychologisch und menschlich, bestmöglich bei seiner Arbeit unterstützt werden muss, wird seine Erscheinung durch Makeup und Frisur idealisiert. Das Zusammenwirken dieser Elemente erschafft den Kontext in dem die Mode der Bekleidung erzählt und definiert wird.

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